Publikationen

Für die jeweils aktuellste (aber unkommentierte) Liste – siehe hier (auf Englisch).

Fallstudien

The rise and fall of the alcohol Prohibition in the U.S.A. – Legislating Morality, Restricting Trade

Prohibition agents destroying barrels of alcohol
(in Arbeit; nur auf Englisch; zusammen mit Amy Lemley und Paul Farris)

Im Jahr 1920 wurden Herstellung, Vertrieb und Handel alkoholischer Getränke in den U.S.A. verboten. Dies hatte nicht nur weitreichende Konsequenzen für eine Industrie sondern für die amerikanische Gesellschaft im Ganzen. Was können Unternehmen und Individuen von den Ereignissen der Vergangenheit für die Gegenwart lernen?

 

Magellan versus Quesada: Die Meuterei auf der San Antonio

Magellan
(in Arbeit)

Im April 1520 meuterten die Spanischen Kapitäne gegen ihren Admiral Magellan, der mit dieser Expedition nach dem Durchgang vom Atlantischen in den (jetzt als solchen benannten) Pazifischen Ozean suchte. Sind sie gerechtfertigt zu meutern? Unter welchen Umständen ist das Mittlere Management gerechtfertigt, ja vielleicht sogar moralisch verpflichtet zu meutern?

 

IKEA in Russland

IMG_0982Kurz vor der Eröffnung des ersten Ladens in Russland, wurde IKEA mit der Forderung nach einer Schmiergeldzahlung konfrontiert – ansonsten werde der Laden nicht an das Stromnetz angeschlossen. Was sollte IKEA nun tun? Russland versprach sehr große Nachfrage und wunderbare Wachstumsraten. Aber war IKEA vorbereitet auf die Korruption in Russland?

 

Dealing with Low-Cost Competition in the Airline Industry: The Case of Lufthansa

Lufthansa plane
(nur auf Englisch; Cases A-C; veröffentlicht in 2015; zusammen mit Francis Bidault)

Im Jahr 2002 hatte die Lufthansa nicht nur mit der Wirtschaftskrise nach dem Ende des Internet-Hypes zu kämpfen; zeitgleich drängten immer mehr Low-Cost Airlines in den deutschen Markt. Was sollte die Lufthansa tun, um ihre Marktposition zu verteidigen?

ESMTs Angebot an EAD Systems

(Cases A und B; veröffentlicht in 2015; zusammen mit Johannes Habel)

Im Jahr 2007 bereiteten sich Urs Müller und Christoph Burger auf eine Angebotspräsentation bei EAD Systems vor. Das Unternehmen war auf der Suche nach einem Dienstleister für das Design und die Durchführung einer maßgeschneiderten Weiterbildungsmaßnahme für Führungskräfte – und ESMT einer der möglichen Anbieter.

 

Deutsche Bahn AG: Schaffnerin Herzlos

Picture of train in snow
(veröffentlicht in 2015; zusammen mit Ulf Schäfer)

Im Januar 2010 wurde ein 16-jähriges Mädchen am Abend an einem einsamen Bahnhof und bei minus 19 °C Außentemperatur aus einem Zug gewiesen, weil es kein gültiges Ticket vorweisen konnte. Wie konnte dies der Deutschen Bahn schon wieder passieren, nachdem das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen ergriffen hatte, um genau solche Fälle zu verhindern?

Axel Springer and the quest for the boundaries of corporateresponsibility

Entrance to Axel Springer HQ
(nur auf Englisch; veröffentlicht in 2014; gekürzte Version veröffentlicht in 2015; zusammen mit Anna Hoffmann und CB Bhattacharya)

In 2012 fragte sich Florian Nehm, Head of Corporate Responsibility bei Axel Springer, einem der größten Europäischen Medien-Unternehmen, ob er aktiv Verantwortung für die zahlreichen ethischen und sozialen Probleme übernehmen sollte, die mit den digitalen Lesegeräten (wie z.B. Smartphones oder Tablets) verbunden sind. Nachdem sich Axel Springer schon zu seiner Verantwortung für die Quellen des Papiers für die Zeitungen und Zeitschriften bekannt hatte, war die Situation bezüglich des “elektronischen Papiers” der Zukunft weniger klar.

Vodafone in Egypt: National Crises and their Implications for Multi-national Corporations

Tahrir Square on January 25, 2011
(Nur auf Englisch; Cases A und B; veröffentlicht in 2014; zusammen mit Shirish Pandit)

Anfang 2011 wurde Vodafone während der Revolution von der Ägyptischen Regierung aufgefordert, Mobilfunk- und Internet-Dienste in ausgewählten Gegenden zu deaktivieren und regierungsfreundliche SMS-Botschaften zu verschicken. Wie sollte das Unternehmen auf dieses Ansinnen reagieren?

Gewinner des “The Case Centre” Case Writing Wettbewerbs 2014 in der Kategorie “Hot topic: Crisis as Opportunity”

Zielsetzung bei der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

BVB Fan
(veröffentlicht in 2013; zusammen mit Ulrich Linnhoff und Bernhard Pellens)

Was ist Sinn und Zweck eines professionellen Fußballunternehmens, dessen Aktien an der Börse gehandelt werden? Kann der BVB die Erwartungen seiner Anteilseigener erfüllen – nachdem der Börsenkurs in 9 Jahren von 11 auf weniger als 1 EUR gefallen ist und das Unternehmen mal wieder Verluste schreibt? Wie soll die Organisation mit den moralischen Konsequenzen umgehen, die unvermeidbar scheinen, wenn aus einem Club ein Unternehmen wird – so etwa die Aktivierung der Spieler in der Bilanz?
Gewinner des ecch Case Writing Wettbewerbs 2013 in der Kategorie “Hot topic: The Business of Sport”

Waltraud Ziervogel und Konnopke’s Imbiß: Die berühmteste Currywurst-Bude Berlins am Scheideweg

Curry Wurst at Konnopke's Imbiß
(veröffentlicht in 2012; zusammen mit Veit Etzold)

Anfang 2010 wurde Waltraud Ziervogel, Inhaberin von Berlins legendärer Currywurst-Stand “Konnopke’s Imbiss”, aufgefordert, wegen Renovierungsarbeiten zu schließen. Ihr wurde Geld geboten, falls sie sich bereit erkläre, Ihr Geschäft an anderer Stelle anzusiedeln. Dies bot die Gelegenheit einige grundsätzliche Entscheidungen über die Strategie und das Geschäftsmodell von Konnopke’s Imbiss neu zu überdenken.
Winner of the EFMD Case Writing Competition 2011 in the category “Family Business”

Motors for Munchao

Diesel Motor
(nur auf Englisch; veröffentlicht in 2011; zusammen mit Mark Young)

Diese Fallstudie beschreibt (als Grundlage für eine Verhandlungsführungssimulation) die Verhandlung über ein mögliches Joint Venture für den Import von Dieselmotoren zwischen Hartmut Holgebretsen, VP Sales of Euroland Motors, und Mr. Wu Chang, Deputy Minister at Munchao Motors Import (MMI) im fiktiven Land Munchao. Die Fallstudie erlaubt zugleich die Diskusison von Verhandlungsführung / Strategie, interkulturelle Themen sowie Wirtschaftsethik.

Norman Nicholls bei den “Seattle Management Consultants”

Bribe
(veröffentlicht in 2011)

Am 26. Oktober 2004 wurde Norman Nicholls ― Partner bei der Unternehmensberatung “Seattle Management Consultants” in London (UK) ― von Jesper Lind, Vorstandsmitglied bei Telco-Equipment-Experts, angerufen. Jesper Lind sagte zu Norman Nicholls: “Wenn Sie nicht Ihre Empfehlung für das Outsourcing Projekt ändern, dass Sie im Moment für Damotel durchführen, werden wir Ihre Firma nie wieder als Beratung bei Telco-Equipment-Experts anheuern.“

Anna Frisch und Aesch AG: Laterale Veränderungen anstoßen

aesch-logo
(veröffentlicht in 2010; zusammen mit Ulf Schäfer)

Anna Frisch beobachtet Veränderungen im Kaufverhalten im deutschen Markt für medizinische Geräte. Sie schlägt Veränderungen im Marketing der Schweizer Firma Aesch AG vor, doch sie wird von ihren Kollegen, die für das Produktspezifische Marketing verantwortlich sind, zurückgewiesen. Warum scheitert ihre Veränderungsinitiative? Gibt es noch Hoffnung für ihre Initiative?
Winner of the “The Case Centre” Case Award 2014 in the category Human Resource Management / Organisational Behavior

Wer ist verantwortlich für das Zugbrückendrama?

madman
(veröffentlicht in 2010; zusammen mit Ulf Schäfer auf der Grundlage einer Geschichte, die seit Jahrzehnten kursiert)

Eine Baronin wird von einem Verrückten umgebracht, nachdem sie zuvor bei ihrem Liebhaber, einem Freund und einem Fährmann Hilfe gesucht aber nicht bekommen hatte. Da sie sich vor ihrem eifersüchtigen Ehemann, dem Baron, fürchtet, versucht sie, die Zugbrücke auf dem Weg zurück ins Schloss zu überquere und wird getötet. Wer ist verantwortlich?

,Halten Sie uns wirklich für so dumm?‘ Ein Brief an den CEO der Deutsche Telekom

Kabelverzweiger
(Cases A bis C; veröffentlicht in 2009; zusammen mit Konstantin Korotov und Ulf Schäfer)

Im März 2007 erhielt René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, die Email eines Technikers an den gesamten Vorstand. Diese Email (die sich heftig über die laufenden Veränderungs- und Kostenreduzierungsmaßnahmen beschwert) zirkuliert sehr schnell im Unternehmen und erreicht schließlich wahrscheinlich beinahe alle 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns. Als die Email durch Journalisten veröffentlicht wurde, musste sich René Obermann entscheiden, ob und gegebenenfalls wie er auf die Email antworten sollte.
ecch Best Selling Case 2011
Winner of the ecch Case Award 2013 in the category Human Resource Management / Organisational Behavior

Bücher und Buchkapitel

Combining Case Teaching and Case Writing Creatively (forthcoming)

(together with Martin Kupp)

In: Latusek, Dominika (ed.) (2016). Case Studies as a Teaching Tool in Management Education.

 

Minimal change can be best option: Why Berlin snack bar resisted change.

(nur auf Englisch; zusammen mit Veit Etzold)
In: Managing change. 2014. 6th ed. Ed Bernard Burnes. P.301-302. Harlow: Pearson Education.

 

Feldkontakte, Kulturtransfer, kulturelle Teilhabe: Winckelmanns Beitrag zur Etablierung des deutschen intellektuellen Felds durch den Transfer der Querelle des ancients et des modernes

Book cover
Anstatt auf einzelne Nationalkulturen zu schauen oder diese als vermeintlich abgrenzbare Entitäten miteinander zu vegleichen, zeigt dieses Buch, dass kulturelle Transfers bis in den Kern nationaler Kulturen vorstoßen können. Dies passiert insbesondere dann, wenn Akteure, die den kulturellen Import vornehmen, dabei in besonderem Maße auf ihren Erfolg in der Zielkultur fokussiert sind – wie dieses Buch am Beispiel von J. J. Winckelmann zeigt.

Artikel

The Dirty Dozen: How Unethical Behavior Creeps Into Your Organisation

(nur auf Englisch; gemeinsam mit Ulf Schäfer)

in: European Business Review July-August 2016, p.39-43 (auch online: http://www.europeanbusinessreview.com/the-dirty-dozen-how-unethical-behaviour-creeps-into-your-organisation/)

Wie viel Bonus ist gerecht?

in: Harvard Business Manager 2014:4, p.86-90.

Corruption by design? L’ArtiMarche’s struggles in Russia

(nur auf Englisch)
in: Emerging Markets Case Studies Collection 2 (1): 1-10

Sonstiges

Unkraut oder Blumenwiese?

in: Forum Wirtschaftsethik 2014.

Dealing with Ethical Dilemmas

dealing with ethical dilemmas
(nur auf Englisch)

Neu-Unternehmer starten meist mit großartigen Ideen und viel Energie. Sie richten ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Entwicklung ihrer Produkte/Services, auf ihre Kunden und auf den Markt im Allgemeinen. Dies ist der richtige Fokus! Aber während sie dies tun, sollten sie nicht vergessen nach ethischen Fallgruben Ausschau zu halten. Und diese Fallgruben hängen meist mit der internen Geschäftsentwicklung zusammen: Die wesentlichen Herausforderungen von Start-Up Unternehmen wie Finanzierung, Recruiting und Einkauf sind allesamt für unethisches und sogar für illegales Verhalten wie Korruption und Betrug anfällig.

You can’t buy authenticity

Employer branding
Kurzer Blog-Beitrag für das http://www.employerbranding-blog.de von Wolfgang Goebel, Personalvorstand für McDonald’s Deutschland, über wesentliche Erfolgsfaktoren beim Übergang vom funktionalen zum General Management. Dabei sind – nach meiner Auffassung – auch die folgenden vier (oft unterschätzten) Faktoren relevant: Bescheidenheit, Multi-Stakeholder Management Kompetenz, Integrität, Authentizität.

What we can learn from the alcohol prohibition in the US from 1919 to 1933

what we can learn from the us alcohol prohibition
Dieser kurze Beitrag fasst drei Schlussfolgerungen zusammen, die Unternehmen aus der Alkohol-Prohibition in den USA von 1919 bis 1933 ziehen können: Identifizierung des Schadens den ein Unternehmen anderen verursachen kann, Vorbereitung des Unternehmens und der Industrie auf mögliche Formen staatlicher Intervention, sowie Erwartung (und entsprechende Vorbereitung) von Veränderungen mit der Zeit. (in ESMT Newsletter, November 2009)

Bookmarks – A recommendation by Urs Mueller: Jerry Newman‘s My Secret Life on the McJob

Screenthot

Als jemand der unternehmensspezifische Weiterbildungsprogramme für Manager in der Fast Food Industrie gestaltet und durchgeführt hat, habe ich es auch selbst probiert. Ich habe selbst erfahren, dass der „McJob“ sicherlich nicht „McEasy“ ist. Obwohl viele Menschen Vorurteile gegenüber wenig qualifizierten Jobs haben, hat sich, Jerry Newman, Professor of Organization and Human Resources an der State University of New York at Buffalo, in Feldversuchen genau mit solchen auseinander gesetzt. Er hat festgestellt, dass man in Burger Restaurants viel über die grundlegenden Prinzipien von Mitarbeiterführung lernen kann. In seinem Buch „My secret life on the McJob – Management lessons from behind the counter“ fasst Newman die Ergebnisse seiner 14-monatigen Recherche in sieben verschiedenen Burger Restaurants zusammen. (In: ESMT Alumni Magazine, September 2009)

Quellenangabe für die Bilder: Die Bilder auf dieser Webseite sind entweder im Copyright von Urs Müller oder auf der Grundlage der “creative commons licenses” verwendet. Alle Bilder aus anderen Quellen sind auf ihre jeweiligen Quellen verlinkt, insbesondere auf Wikimedia Commons.